Die Behandlung mittels Lymphdrainage und Kompressionsstrümpfen hilft nur gegen das Ödem, d.h. der gestaute Wasseranteil im Fettgewebe wird reduziert. Manchen Patientinnen hilft diese sogenannte komplexe physikalische Entstauungstherapie (KPE). Allerdings nur für eine kurze Zeit und nur solange, wie sie regelmäßig angewendet wird. Gegen das vermehrte krankhafte Fettgewebe hilft sie leider nicht. Auch durch Diäten, bewusste Ernährung oder sportliche Aktivität lässt es sich nicht reduzieren.
Eine dauerhafte Verminderung des Lipödems ist nur durch eine Fettabsaugung (Liposuktion) möglich.
Fettabsaugungen werden seit etwa 30 Jahren durchgeführt. Durch Verbesserung der Technik können wir seit 15 Jahren eine bewährte, sehr risikoarme Methode der Fettabsaugung anbieten.
Diese Methode ist allerdings nicht geeignet, allgemeine Fettleibigkeit oder Übergewicht zu behandeln.

 

Liposuktionen (Fettabsaugungen) erfolgen in unserer Praxisklinik ausschließlich aus medizinischer Indikation beim schmerzhaften Lipödem-Syndrom bei Frauen.

Kosmetische Fettabsaugungen werden bei uns nicht durchgeführt.

Mit welcher Methode wird die Liposuktion durchgeführt?

Die Liposuktion mittels vibrierender Mikrokanülen in Tumeszenz-Lokalanästhesie hat sich allgemein als die Gewebe-schonendste Methode etabliert und wird auch an unserer Klinik angewendet.
Dabei werden Fettzellen mit einer speziellen nur 4 mm dünnen, vibrierenden Hohlnadel dauerhaft abgesaugt. Blutgefäße, Lymphgefäße und Nerven werden dabei nicht verletzt. Auch gelingt so, die Körperform zu modellieren.
Obwohl die Fettabsaugung in Italien erfunden wurde und dann zunächst in Frankreich weiterentwickelt wurde, gelang der entscheidende Durchbruch erst durch eine Idee des amerikanischen Hautarztes J. Klein, der die Methode der Tumeszenz-Liposuktion erstmals 1987 beschrieb. Er führte die Operation nicht mehr in Vollnarkose durch, sondern in einer speziellen örtlichen Betäubung.